Augusteum, Wittenberg

Konservierung und Restaurierung von Putz und Natursteinflächen, Neufassung der Fassade

In der südöstlichen Ecke der Altstadt Wittenbergs befindet sich die um einen stimmungsvollen Hof gruppierte Anlage mit Lutherhaus und Augusteum mit Straßen und weiteren Seitenflügeln. Das sogenannte Augusteum wurde Mitte der 1580er Jahre zur Erinnerung an den Förderer der Universität, August I. von Sachsen, errichtet.

Ziel war hier die denkmalgerechte Wiederherstellung der Fassade sowie der Neuanstrich,nach Befundlage und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Die zu bearbeitenden Fassaden der Ost- und Nordseite waren in früheren Sanierungsmaßnahmen neu mit einem zementhaltigen Putzsystem einlagig verputzt worden. Der desolate Zustand des Putzes mit großflächigen hohl liegenden Bereichen führte zu der Entscheidung einer allumfassenden Putzabnahme. Teile der geputzten Eckquaderungen konnten noch erhalten bleiben.

Nach Ertüchtigen des Mauerwerks und Risssanierung erfolgte der mehrlagige Putzaufbau mit abschließenden Anstrich. Die Natursteingewände wiesen neben Oberflächenverwitterungen und absandenden Partien sehr viele Fehlstellen sowie Brüche und Abbrüche auf. Nach Reinigung der Steinoberfläche erfolgten weiterführende konservatorische und restauratorische Arbeiten am Naturstein. Dazu gehörte die Konsolidierung der entfestigten Steinsubstanz, der konservatorische Oberflächenverschluss, das Vernadeln, die Steinergänzungen mit Restauriermörtel und das Setzen von Vierungen.

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